Ökosensible Ästhetiken im modernen Filmdenken
Simone Winkler, M.A.
ReferentInnen: Prof. Dr. Daniel Wiegand, Jun.-Prof. Dr. Kristina Köhler
Ein kinematografisches Verhältnis zur Welt in den Zwanzigerjahren
Wie entstand frühe Filmtheorie in kinematographischer Auseinandersetzung mit der Umgebung? Inwiefern zeigt sich eine Sensibilisierung für Umgebungswelten in der ambimodernen Ästhetik der Stummfilmzeit? Landschaften bebilderten Erzählungen, Filmschaffende bewegten sich mit Handkameras unter freiem Himmel. In Zeiten der ökologischen Sensibilisierung blickt dieses Projekt auf das diskursive und ästhetische Verhältnis zu Umgebungswelten, Environments und Milieus und erkundet, was im Stummfilmkino bereits dazu angelegt is. Der Fokus liegt insbesondere auf ‚ambimodernen’ Filmen, die – entgegen der üblichen Topoi der filmischen Moderne – in Randzonen des Übergangs zwischen Zivilisation und ‚Naturraum’, an Küsten, um Leuchttürme oder auf Inseln entstanden: im Mittelmeerraum und in der Bretagne, in Skandinavien, im Spreewald oder an der Ost- und Nordsee im Weimarer Kino.