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Curriculum Vitae
Seit Februar 2026 Doktorandin, wissenschaftliche Assistentin und Lehrbeauftragte am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich
2022–2023 SFB Audiovisualität des Klimawandels am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität Berlin (Honorarkraft)
2017–2021 BMBF-Nachwuchsgruppe Affektrhetoriken des Audiovisuellen an der Freien Universität Berlin (studentische Mitarbeit)
2015–2025 Studium der Filmwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Masterabschluss in Filmwissenschaft zu Körper und Agency im afrosurrealistischen Film
Aktuelles Forschungsprojekt
Das Imaginieren des Anderen ist untrennbar mit der Imagination des Selbst verbunden. Diese fundamentale Differenz durchzieht die eurozentrische Moderne wie ein blutroter Pfeil – doch das fragwürdige Ziel wird verfehlt: Das hegemoniale Subjekt in seiner linearen und vertikalen Dynamik von Fortschritt und Erkenntnis steckt in einer Krise. Diese lässt sich medienwissenschaftlich als Krise im Verhältnis von Blick und Bild formulieren. Sie lässt sich kulturwissenschaftlich als Phänomen des othering erkennen: Hegemoniale Differenzkonstruktionen werden unübersehbar und wandeln sich von diskriminierender Last zum Werkzeug für Subversion und Emanzipation. Der audiovisuelle Afrosurrealismus der letzten Jahre eignet sich race als Technologie der Befreiung an, aber geht über identitätspolitische Repräsentation hinaus. Das vielseitige Genre reicht vom Youtube-Format bis zum Blockbuster und hinterfragt die Konzeptionen von Subjektivität und Objektivität, von Identität und Differenz. Ihre Spaltung wird sichtbar als kontingentes Herrschaftsverhältnis.
Mein Dissertationsprojekt nutzt die Erkenntnisse feministischer und postkolonialer Wissenschaftskritik für die Medienwissenschaft. Mit Karen Barads Agentiellem Realismus entwickele ich einen diffraktiven Zugang zu Körpern und Bildern, der die Apparatustheorie reformiert und eine selbstkritische Forschungsposition ermöglicht. Blickstrukturen werden transformiert, Differenz wird zum verkörpert-medialen Prozess – was sind die Folgen für Forschungsethiken, audiovisuelle Ästhetiken und Epistemologien des situierten Wissens?
Publikationen
Ausserakademische Tätigkeiten
Panelistin der Veranstaltung Von Ni una Menos bis Jin Jiyan Azadî: globale Bewegungen gegen Feminizid der Rosa Luxemburg Stiftung Berlin (2025)
Beratung und Vermittlung zu Kunst und Aktivismus gegen patriarchale Gewalt für das Innovation Lab UNITAC (2025)
Bundesverband für Alphabetisierung und Grundbildung (street worker) (2024)
Filmreihe zur kurdischen Frauenbewegung im Regenbogenkino Berlin (Organisation und Durchführung) (2024)
feminist elsewheres Filmfestival (Gästebetreuung) (2023)
Woche der Kritik Berlin (Saalbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit) (2017/2018)