ERC Advanced Grant: FilmColors. Bridging the Gap Between Technology and Aesthetics

Projektleitung und Principal Investigator

Projektmitarbeitende

Forschungs-Management:

Software-Entwicklung:

  • BSc Gaudenz Halter, Software-Entwickler Farbfilmanalyse, Video-Annotation und Crowdsourcing-Plattform VIAN, in Zusammenarbeit mit dem Visualization and MultiMedia Lab von Prof. Dr. Renato Pajarola, Universität Zürich, (Enrique G. Paredes) seit 07.2017
  • BSc Noyan Evirgen, ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Visualization and MultiMedia Lab von Prof. Dr. Renato Pajarola, Universität Zürich (Enrique G. Paredes, PhD; Rafael Ballester-Ripoll, PhD), 03.2017–01.2018

Studentische Mitarbeiter, Filmanalysen:
Manuel Joller, Ursina Früh, Valentina Romero

Projektbeschrieb

Mit der Digitalisierung des Films im letzten Jahrzehnt haben sich die Produktion, Distribution und Rezeption des Films grundlegend verändert. Dies betrifft auch den Erhalt des Filmerbes. Denn die analog gedrehten Filme, die in den Archiven lagern, müssen nun digitalisiert werden, damit sie zugänglich werden und sichtbar bleiben. Zentrale, bisher noch ungenügend erforschte Fragen stellen sich bei der Übertragung der analogen Filmfarben in die digitale Domäne.

Im Lauf der Filmgeschichte sind mehr als 200 verschiedene Farbfilmverfahren entwickelt worden, mit sehr unterschiedlichen technischen Herangehensweisen. Sie werden in der von Barbara Flückiger entwickelten und kuratierten Webplattform Timeline of Historical Film Colors präsentiert, die seit ihrer ersten Publikation 2012 eine führende Position einnimmt. Das von European Research Council (ERC) mit dem Advanced Grant geförderte Forschungsprojekt Film Colors. Bridging the Gap Between Technology and Aesthetics untersucht den Zusammenhang zwischen den technischen Verfahren und der Ästhetik von Filmfarben.

Zur Erforschung eines sehr umfangreichen Korpus von Farbfilmen aus allen Jahrzehnten seit der Erfindung des Films sieht das Projekt die Entwicklung einer Software vor, welche in der jüngsten Tradition der Digital Humanities das Crowdsourcing von Filmanalysen über ein Web-Interface erlauben wird. Diese filmhistorischen ästhetischen Analysen werden ergänzt durch Studien von technischen Quellen und durch naturwissenschaftliche Messmethoden, welche die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Filmfarben untersuchen. Die dabei gewonnenen Einsichten wird die Forschungsgruppe unmittelbar in der Anwendung auf die Digitalisierung und Restaurierung von Archivfilmen überprüfen, aktiv an der technischen Weiterentwicklung von professionellen Filmscannern arbeiten und damit die Ergebnisse in ein hochsignifikantes Anwendungsfeld einspeisen.

Die Forschungsresultate und die erschlossenen Quellen fliessen laufend in die Webplattform Timeline of Historical Film Colors ein, sodass sie auch anderen Forschern, Filmhistorikern, Archivaren, Kuratoren, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich sein werden.

Kooperationen

Kooperation mit Forschungsinstitutionen, Filmarchiven und filmtechnischen Betrieben weltweit

Finanzierung

European Research Council (ERC Advanced Grant) mit 2.9 Mio EUR