Videothek und Audiothek

Die Videothek des Seminars beherbergt rund 45'000 Filme aus der gesamten internationalen Filmgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. In Ergänzung steht eine Audiothek zur Verfügung, die eine repräsentative Auswahl an Filmscores (Filmmusik) umfasst.
In beiden Fällen handelt es sich um Präsenzbestände: Sie stehen allen offen, die im Bereich Filmwissenschaft studieren, lehren oder forschen, und können in den Räumlichkeiten des Seminars benutzt werden. Eine Ausleihe ist nicht möglich. Es werden keine Überspielungen vorgenommen.

Filme visionieren, Scores hören

So gehen Sie vor, um einen Film zu visionieren oder einen Score zu hören:

  • Suchen Sie im Katalog einen Film oder einen Score. Lokale Abfrageterminals stehen direkt vor dem Sekretariat zur Verfügung.
  • Notieren Sie die Signatur des Films oder des Scores auf einem Ausleihzettel (liegen bei den Abfrageterminals). Die Signatur besteht aus einem oder mehreren Buchstaben mit angehängter Zahl (z.B. D 12345) und dient zur Identifizierung des Films oder des Scores.
  • Gegen Abgabe des Ausleihzettels und Ihrer Legi erhalten Sie im Sekretariat den gewünschten Film oder Score.

Hier können Sie Filme visionieren und Scores hören:

  • auf Ihrem eigenen Laptop an einem der studentischen Arbeitsplätze im Gebäude (Hinweis: Die Videothek verfügt über zahlreiche DVDs mit Regionalcode 1, die nicht von allen Laptops abgespielt werden können.)
  • im Visionierungsraum G 276 (4 Plätze mit TV und code-freien DVD- und Blu-ray-Playern)
  • Für Gruppen (ab 3 Pers.) steht der Raum G 275 zur Verfügung.

Bestände

Filme

Zu den Sammlungsgebieten der Videothek gehören:

  • die wichtigsten Filmgattungen (Spielfilm, Dokumentarfilm, Experimentalfilm, Animationsfilm, Essayfilm, Industriefilm, Amateurfilm, Lehrfilm sowie Fernsehfilme und -serien)
  • Filme aus allen Teilen der Welt (von Argentinien bis Zypern)
  • alle Epochen, Stilrichtungen und Bewegungen der Filmgeschichte (von der frühen Kinematografie bis zum Gegenwartskino)
  • Œuvres einzelner Regisseurinnen und Regisseure (von Andrea Arnold bis Fred Zinnemann)
  • Dokumentarfilme, die personen- und sachbezogen über alle möglichen Aspekte der Filmgeschichte und des Filmemachens berichten (sogenannte «Filmhistorische Dokumentationen»)

Ganz bewusst sammelt die Videothek auch Filme aus scheinbar entlegenen Kontexten, z.B. aus diversen Minderheitenkinos (Jiddisches Kino, Queer Cinema, Cinéma Beur etc.) oder aus Epochen, die nur wenige Jahre dauerten (der deutsche Trümmerfilm, das brasilianische Cinema Novo, die tschechoslowakische Neue Welle etc.).

Die Mehrheit der Filme liegt auf DVD vor, ein kleinerer Teil auf Blu-ray. Wenn möglich werden die qualitativ besten Ausgaben gesammelt. Restaurierte Fassungen haben Vorrang vor gekürzten, synchronisierten oder im Bildformat beschnittenen Versionen. Dass die Videothek dennoch über zahlreiche mangelhafte Editionen verfügt, hat zwei Gründe: Entweder sind die Filme nicht anders erhältlich oder sie kamen erst im Lauf der Zeit in besserer Qualität heraus. In solchen Fällen werden die älteren Versionen im Bestand belassen: Sie bilden das Ausgangsmaterial für Studierende, Forschende und Lehrende, die sich mit Fassungsvergleichen und der Geschichte verschiedener Trägermaterialien beschäftigen.

Filmscores

In Ergänzung zu den Filmen der Videothek umfasst die Audiothek eine repräsentative Auswahl an Filmscores (auf CD). Dieser Bestand soll Studierenden, Forschenden und Lehrenden einen möglichst «unverstellten» analytischen Zugang zur Filmmusik ermöglichen, der nicht durch die Bild-, Dialog- und Geräuschspur des Films «kontaminiert» ist. Die Auswahl reicht von Scores aus den ersten Jahren des Tonfilms bis zu Kompositionen für das Gegenwartskino.