Modulbeschreibungen

Einführungsmodul

Das zweisemestrige Pflichtmodul «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» beginnt jeweils nur im Herbstsemester und bildet den obligatorischen Einstieg in das Studium. Das Ziel ist die Einführung in die methodischen Grundkenntnisse im Fachgebiet der Filmwissenschaft. Das Modul beinhaltet die beiden nachfolgend beschriebenen Lehrveranstaltungen «Methodenkurs» (einsemestrig, jeweils im Herbstsemester) und «Filmanalyse» (zweisemestrig, beginnend im Herbstsemester) sowie ein Selbststudienprogramm.

Das erfolgreiche Absolvieren sämtlicher Leistungen in diesen Lehrveranstaltungen ist die Voraussetzung für den Abschluss des gesamten Moduls. Werden beispielsweise die Anforderungen einzelner schriftlicher Übungen (SU) oder Arbeiten (SA) nicht erfüllt, muss das ganze Modul wiederholt werden. Eine benotete schriftliche Prüfung (PR) beschliesst die «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft». Sie beinhaltet Fragen zum Stoff aus der «Filmanalyse» sowie zu einer Auswahl von Filmen und theoretischen Texten aus einer Film- und Literaturliste. Weitere Angaben zur Prüfung und zu den Film- und Literaturlisten finden Sie auf OLAT (Kurs «Methodenkurs Einführungsmodul»). Mit Ausnahme der Vorlesungen können sämtliche andere Module erst nach erfolgreichem Absolvieren des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» besucht werden.

Methodenkurs

Der einsemestrige «Methodenkurs» ist obligatorischer Bestandteil des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» und als Vorlesung mit Übungen konzipiert. Er vermittelt einen Überblick zum Aufbau des Studiums und zum Fachgebiet der Filmwissenschaft mit ihren spezifischen Gegenständen und Forschungsperspektiven. Im Zentrum der Lehrveranstaltung steht die Einführung und Einübung grundlegender Methoden in der analytischen, theoretischen und historischen Auseinandersetzung mit Film und Kino. Voraussetzung für das erfolgreiche Absolvieren des Kurses ist das Verfassen und die Annahme der schriftlichen Übungen als «bestanden.

Filmanalyse

Der zweisemestrige Basiskurs «Filmanalyse» mit anschliessender Visionierung gehört zum Modul «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft». Er hat zum Ziel, die verschiedenen formalen Parameter des Films augenfällig zu machen und in die Methoden der Filmanalyse einzuführen. Konkrete Zielvorgaben sind die Erarbeitung einer filmwissenschaftlichen Terminologie und die Vermittlung von Grundlagenwissen zu Filmtechnik und -ästhetik, zu Traditionen und Stilkonventionen. Zum ersten Semester gehört das Verfassen einer schriftlichen Übung (SU) in Form eines Übungsprotokolls, die Lehrveranstaltung wird nach dem zweiten Semester mit einer schriftlichen Arbeit (SA) in Form einer Sequenzanalyse abgeschlossen.

Selbststudienprogramm

Für das zweite Semester ist (neben der Filmanalyse) das Selbststudienprogramm vorgesehen. Dieses findet ohne Lehrveranstaltung statt und bedarf keiner speziellen Anmeldung. Es geht darum, die Inhalte der Lehrveranstaltungen zu vertiefen und sich anhand der Film- und Literaturliste das Wissen für die Abschlussprüfung anzueignen. Bei Bedarf bieten die «Tutorate zur Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» im zweiten Semester sowie die Lernplattform OLAT (Campuskurse «Filmanalyse» und «FIWI Selbststudium Filmliste) Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung an.

Überblicks- und Vertiefungsvorlesung: Filmgeschichte

Die einsemestrigen Module «Überblicksvorlesung: Filmgeschichte» oder «Vertiefungsvorlesung: Filmgeschichte» sind als Vorlesung mit anschliessender Visionierung konzipiert und stehen allen Studierenden offen. Sie bieten sowohl einen auf zwei Semester verteilten Überblick zur Geschichte von Film und Kino, als auch vertiefte Einblicke in ausgewählte Themen und Epochen. Ziel ist die Einführung in filmhistorische Bereiche von den Anfängen bis zur Gegenwart, wobei die Entwicklung des Mediums jeweils kulturhistorisch im nationalen und internationalen Kontext verankert wird. Beleuchtet werden ästhetische, ökonomische, soziologische und technische Aspekte von Spiel-, Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilm sowie Positionen und Methoden der Filmgeschichtsschreibung.

Der Besuch der Vorlesung bedingt die begleitende Lektüre von ausgewählten Texten. Ein Leistungsnachweis wird jeweils am Semesterende in einer schriftlichen Prüfung (PR) oder einer schriftlichen Übung (SU) erworben.

Buchungszeitpunkt: Diese Vorlesungen werden nicht in jedem Semester angeboten. Für die Studienplanung unbedingt den Angebotsrhythmus beachten.

Überblicksvorlesung: Filmtheorie

Die beiden Module «Überblicksvorlesung: Filmtheorie» sind als einsemestrige Vorlesungen konzipiert. Sie bieten einen theoriegeschichtlichen Überblick zu ausgewählten Ansätzen der «klassischen» respektive der «modernen Filmtheorie» und situieren deren Fragestellungen im Spiegel der internationalen Diskussion. Der Besuch der Vorlesungen bedingt die begleitende Lektüre von ausgewählten Texten sowie die aktive Beteiligung an der Diskussion in kolloquialen Teilen. Ein Leistungsnachweis wird jeweils am Semesterende in einer schriftlichen Übung (SU) erworben.

Es empfiehlt sich, die Vorlesung in Kombination mit dem Modul «Lektürekurs: Filmtheorie» zu belegen.

Buchungszeitpunkt: Diese Vorlesungen werden nicht in jedem Semester angeboten. Für die Studienplanung unbedingt den Angebotsrhythmus beachten.

Vorlesung

Als Wahlmodule können die Vorlesungen zu «Filmtheorie» und «Filmgeschichte» (ohne Abschlussklausur) sowie zu sporadisch angebotenen (Ring-)Vorlesungen mit wechselnden Themen besucht werden. Verlangt werden die begleitende Lektüre von ausgewählten Texten sowie die aktive Beteiligung an der Diskussion in kolloquialen Teilen. Das Modul wird mit einer schriftlichen Übung (SU) abgeschlossen.

Lektürekurs: Filmtheorie

Das Bachelor-Modul «Lektürekurs: Filmtheorie» widmet sich über ein Semester hinweg verschiedenen filmtheoretischen Ansätzen zu einer bestimmten Fragestellung (z.B. zur «Genretheorie» oder zu «Theoretischen Positionen im Dokumentarfilm») und übt das Verstehen und Diskutieren theoretischer Texte ein. Alle Lektürekurse werden mit einer mündlichen Leistungskontrolle (PR) oder mit einer schriftlichen Übung (SU) abgeschlossen.

Buchungsbedingung: Kann erst nach erfolgreichem Absolvieren des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» belegt werden. Buchungszeitpunkt: Gleichzeitig mit oder kurz vor den Modulen «Vorlesung: Filmtheorie» empfohlen.

Kolloquium: Filmtheorie

Das Master-Modul «Kolloquium: Filmtheorie» widmet sich über ein Semester hinweg theoretischen, historiografischen oder theoriegeschichtlichen Fragestellungen, die auch über den Fachbereich der Filmwissenschaft hinausweisen. Die Kolloquien werden mit einer mündlichen oder schriftlichen Leistungskontrolle (PR) oder einer schriftlichen Übung (SU) abgeschlossen.

Proseminar

Das ein- oder zweisemestrige Modul «Proseminar» führt in wechselnde filmwissenschaftliche Fragestellungen ein, sei es im Hinblick auf das Werk eines Regisseurs, ein Genre, eine Stilrichtung, ein filmhistorisches oder aktuelles Thema. Es bietet mit anschliessender Visionierung Gelegenheit zur vertiefenden Diskussion des analytischen Basisinstrumentariums und umfasst Textlektüre sowie die intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Filmen. Das einsemestrige Modul «Proseminar (MA)» wird mit mündlicher Mitarbeit (MA) absolviert.

Beim zweisemestrigen Modul «Proseminar (MA+SA)» ist das zweite Semester für das Verfassen der schriftlichen Arbeiten (SA) vorgesehen.

Buchungsbedingung: Kann erst nach erfolgreichem Absolvieren des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» belegt werden.

BA-Seminar

Das zweisemestrige Modul «BA-Seminar» führt in wechselnde filmwissenschaftliche Fragestellungen ein, sei es im Hinblick auf das Werk eines Regisseurs, ein Genre, eine Stilrichtung, ein filmhistorisches oder aktuelles Thema. Es bietet mit anschliessender Visionierung Gelegenheit zur vertiefenden Diskussion des analytischen Basisinstrumentariums und umfasst Textlektüre sowie die intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Filmen. Das zweite Semester ist für das Verfassen der schriftlichen Arbeiten (SA) vorgesehen.

Buchungsbedingung: Kann erst nach erfolgreichem Absolvieren des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» und einem Proseminar mit schriftlicher Arbeit (MA+SA) belegt werden.

Seminar

Die ein- oder zweisemestrigen Module «Seminar» widmen sich wechselnden Themen. Sie legen den Fokus auf verschiedene filmwissenschaftliche Fragestellungen, die je nach Thema medienvergleichende Aspekte und interdisziplinäre Ansätze mit einbeziehen. Die einsemestrigen Module «Seminar» werden mit mündlicher Mitarbeit (MA) und je nach Modul zusätzlich mit Referat und schriftlicher Übung (MA+RE+SU) oder auch ohne Referat (MA+SU) absolviert. Bei den zweisemestrigen Modulen «Seminar (MA+SA)» ist das zweite Semester für das Verfassen der schriftlichen Arbeiten (SA) vorgesehen.

Forschungsseminar

Die zweisemestrigen Module «Forschungsseminar» mit wechselnden Themen stehen nur fortgeschrittenen Studierenden auf Masterstufe offen. Zusätzlich zur Visionierung sind begleitende Arbeitsgruppensitzungen vorgesehen; auch werden bereits während des Semesters Forschungsaktivitäten verlangt, die in die Sitzungsgestaltung und -diskussion einfliessen. Der Fokus liegt auf Fragestellungen, die den engeren Gegenstandsbereich der Filmwissenschaft in Richtung medienzentrierter Kulturwissenschaft überschreiten und zur metatheoretischen und methodologischen Reflexion anregen. Das zweite Semester ist für das Verfassen der schriftlichen Arbeiten vorgesehen.

Qualifizierende Arbeit

Die Module «Qualifizierende Arbeit» (1/2) stellen selbständige Forschungsarbeiten dar. Eine der Arbeiten wird unabhängig von einer Lehrveranstaltung geschrieben, die andere bezieht sich auf das Forschungsseminar. Es handelt sich um Pflichtmodule für die Studierenden im Zusatzstudium auf Masterstufe.

Werkstattgespräch

Das Modul «Werkstattgespräch» bietet die Möglichkeit, mit filmschaffenden KünstlerInnen/PraktikerInnen in direkten Kontakt zu treten, Einblick in ihre Arbeit, ihr Selbstverständnis, ihre Probleme zu erhalten und ästhetische und andere Fragen mit ihnen zu erörtern. Im Vorfeld findet eine einführende Veranstaltung mit Visionierung statt. Ein Werkstattgespräch ist kein Praktikum. Werkstattgespräche sind sowohl aus organisatorischen Gründen wie aus Gründen der Intensität des Gesprächs als Blockseminare (meist über zwei Tage) konzipiert. Das Modul wird mit einer schriftlichen Übung (SU) abgeschlossen.

Buchungsbedingung: Kann erst nach erfolgreichem Absolvieren des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» belegt werden.

Praktikum (extern / intern)

Studierenden des Bachelorstudiums im Grossen Nebenfach sowie des Zusatzstudiums auf der Bachelorstufe bietet sich die Möglichkeit, ein externes Praktikum als Wahlmodul «Praktikum extern» in der Film- und Medienbranche zu absolvieren. Das Seminar für Filmwissenschaft unterstützt interessierte Studierende bei der Suche von Praktikumsplätzen in den Bereichen von Filmverleih, Filmproduktion, Fernsehjournalismus, in Archiven und im Kulturmanagement. Die externen Praktika sollten nach Möglichkeit in den Semesterferien stattfinden, mindestens einen Monat dauern und werden mit einem Praktikumsbericht (SU) abgeschlossen.

Mit dem Wahlmodul «Praktikum intern» haben Studierende des Masterstudiums im Grossen Nebenfach und im Zusatzstudium durch das Unterrichten in Tutoraten die Gelegenheit, erste Unterrichtserfahrungen auf Hochschulstufe zu sammeln und ihr fachliches Wissen an weniger fortgeschrittene Studierende weiterzugeben. Das Belegen dieses Moduls ist nur in Absprache mit der Seminarleitung möglich.

Buchungsbedingung: Kann erst nach erfolgreichem Absolvieren des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» belegt werden.

Tutorat

Die Module «Tutorat» sind studentische Arbeitsgruppen, die von fortgeschrittenen Studierenden organisiert und geleitet werden. Sie sind als Begleitung und Ergänzung zu bestehenden Lehrveranstaltungen gedacht und bieten die Möglichkeit, spezifische Texte, Filme und Fragestellungen zu vertiefen. Die Leistungskontrolle wird in die übergeordneten Module integriert.

Übung

Das einsemestrige Wahlmodul «Übung» wird mit wechselnden Themen in oftmals anwendungsorientierten Lehrveranstaltungen angeboten. Absolviert wird das Modul mit mündlicher Mitarbeit und schriftlicher Übung (MA+SU).

Buchungsbedingung: Kann erst nach erfolgreichem Absolvieren des Moduls «Einführung in die Methoden der Filmwissenschaft» belegt werden.

Modulübergreifende Prüfung

Für dieses Prüfungsmodul zum Abschluss der Studiengänge auf Masterebene gilt die Rahmenordnung für das Studium an der Philosophischen Fakultät. Aufwand und Umfang dieses Moduls richten sich nach der Höhe des Kreditpunkteerwerbs in den verschiedenen Masterstudiengängen. Informationen sowie ein Merkblatt für Examenskandidaten finden sich unter «Abschluss».

Wahlmodul audiovisuelle Kultur

Im Rahmen des Master-Studiums «Theorie und Geschichte des Films» müssen mindestens 6 und können höchstens 8 KP durch das Absolvieren von Modulen zum Thema audiovisuelle Kultur in benachbarten kooperierenden Fächern der Philosophischen Fakultät erreicht werden. Das Seminar für Filmwissenschaft erstellt semesterweise in Absprache mit den entsprechenden Fächern jeweils eine Liste von Modulangeboten, die als Wahlmodul audiovisuelle Kultur belegt werden können.